Schwedisch für Ärzte

Die Erlebnisse der Familie Häselbarth in Mora (Schweden)

Wintersport

Als wir ankamen herrschte ja noch richtiger Winter, wobei der dieses Jahr wohl recht mild ausfiel. Am Osterwochenende hatten wir dann zwar nochmals -19°C, aber zwischenzeitlich lag fast kein Schnee mehr. Wir haben aber soweit möglich mit den Kindern, die Zeit genutzt und das hiesige Wintersportangebot ausgelotet: die Loipen sind phantastisch, wie sich das für die Heimat des Wasalaufes ja auch gehört. Es gibt ein Skistadion, wo fast immer was los ist und wo die alle Loipen anfangen. Wieviele Kilometer das sind wissen wir nicht genau, aber es gibt auch ca. 30km beleuchtete Loipen für die kurzen Wintertage. Wir fahren von hier ca. 10min mit dem Auto hin.

Noch kürzer ist es zu den Seen, die seit unserer Ankunft kontinuierlich zugefroren sind. Wie sich Gunter ja schon in D vorgenommen hatte, stand das Schlittschuhlaufen ganz oben auf der Wunschliste. Das Abschiedsgeschenk meiner Kollegen aus Bruchsal habe ich dann auch bald eingelöst und mir eine paar super Langlaufschlittschuhe gekauft – vielen Dank nochmals nach Brusel, ein besserer Geschenk war nicht möglich! Man kann sie einfach unter die Langlaufschuhe unterschnallen und viele Leute (ich auch) nehmen auch gleich noch die Langlaufstöcke mit, dann läuft man noch schneller, vor allem bei Gegenwind.

Ein lokaler Verein (http://www.orsa200k.se) kümmert sich ehrenamtlich um das Freiräumen und teilweise auch Polieren der Schlittschuhbahnen und die Parkplätze AUF dem Eis (aktuell ca. 30-50cm dick). Auf dem Orsasjön kann man eine ca. 25km lange Runde drehen (weitere Abstecher sind möglich) und je nach Wind und  Eisoberfläche dauert das knapp über eine Stunde. Je nach Schnee auf dem See kann man aber auch einfach ausserhalb der Spuren fahren. Es ist herrlich entspannend bei Sonnenschein über das Eis zu gleiten und den Gedanken freien Lauf zu lassen – nach 1-2h flottem Laufen ist auch der restliche Körper ordentlich bedient. Es kann allerdings sein, dass ich heute (29.03.) zum letzen Mal in diesem Winter gefahren bin, da es nun ziemlich taut und einige Spalten im Eis sind, die einem den Weg versperren und es wird auch einfach ein bisschen zu riskant, auch wenn man seine Sicherheitsausrüstung bei sich hat (z.B. Eispickel um sich bei einem Einbruch wieder aufs Eis zu ziehen; ich hoffe das ich die nicht brauchen werde, auch wenn es heute fast soweit war).

 Die Abfahrtpisten in der Gegend, die man sogar von unserem Balkon aus sehen kann, haben wir diesen Winter aber noch nicht frequentiert – dafür reicht einfach die Zeit mit den Kindern nicht. Elin wünscht sich aber zu Weihnachten ein Paar Skier, wie sie schon mehrfach betont hat – am liebsten in ROSA!!!

Letztes WE waren wir mit den Mädels mal wieder auf dem See spazieren und kamen mit einem älteren Eisangler ins Gespräch. Wir haben es dann auch mal probiert und in 5 Minuten 3 Fische rausgezogen: Elin war schwer beeindruckt von ihrem Alten. Mal sehen, vielleicht werden wir ja noch regelmässig Angler. Ein Kollege bekommt immer Fisch von den Patienten geschenkt, vielleicht ist das auch die bessere Alternative – die Lachsforellen waren jedenfalls sehr lecker!

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